Nachtspaziergang im Wald – wenn Nebel, Bäume und Ruhe bleiben
Ep. 16

Nachtspaziergang im Wald – wenn Nebel, Bäume und Ruhe bleiben

Episode description

Nach einem vollen Tag ohne echte Naturroutine lande ich schließlich doch noch draußen – in einem nebligen Novemberwald, irgendwo zwischen Stadtlicht und Dunkelheit. Ich erzähle dir, wie sich dieser Wald bei Nacht anfühlt, warum es hier erstaunlich hell ist und was das mit unserem Einfluss auf die Natur zu tun hat. Du hörst Tropfen von den Bäumen, leises Rauschen aus der Ferne und meine Gedanken dazu, wie so ein Spaziergang im Dunkeln den Kopf runterkühlen kann, ohne die Risiken zu unterschätzen: sichere Wege, Stirnlampe im Gepäck, Respekt vor Wildtieren und zugefrorenen Teichen.

Die Folge ist ungeschnitten, direkt aus dem Wald und eine Einladung, dir vielleicht selbst einmal eine Portion Nachtwald zu gönnen – gern in guter Begleitung.

Wenn du dir eine kurze Auszeit für den Kopf wünschst und neugierig bist, wie sich Winterwald bei Nacht anfühlt, bist du hier richtig.

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Gab es einen Moment, der hängen geblieben ist – oder eine Frage, die nachhallt? Ich freue mich über deine Rückmeldung, egal ob lang oder kurz.

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Ich lese mit – und ich antworte.

Vielleicht entsteht daraus ja ein kleiner Waldpfad von Gedanken.

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Hallo und guten Abend.

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Zumindest hier bei mir ist es jetzt gerade

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Abend.

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Ich hatte heute ein bisschen einen stressigen Tag

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und tatsächlich tagsüber keine Zeit gefunden für mich

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selber, für ein bisschen Naturroutine.

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Und ich wollte jetzt einfach nochmal raus.

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Und dann haben mich aber so die Straßenlaternen

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gestört.

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Ich einfach irgendwie, ich würde einfach diese ganzen

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Reizsimmer für einen Moment loswerden.

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Was ich jetzt gemacht habe, das fühlt sich

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vielleicht für den einen oder anderen ein bisschen

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extrem an.

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Wie der andere werden wahrscheinlich mit dem Schulternzug

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und sagen, das mache ich doch eh dauernd.

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Aber ich habe einfach jetzt noch einen Nachtspaziergang

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durch den Wald gemacht.

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Und ich hatte ja schon mal so eine

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Folge gemacht aus dem Wald, aber das war

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so Frühsommer.

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Und jetzt ist es halt ein Novemberwald.

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Es hatte vor ein paar Tagen geschneit, der

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ist jetzt inzwischen weg, der Schnee.

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Also ich kann hier eigentlich keinen Schnee weiter

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entdecken.

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Es war in den letzten Tagen auch plusgrade.

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Und es ist jetzt halt super neblig.

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Und auch bewölkt, also ich kann keine Sterne

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sehen, der Mond lässt sich ab und zu

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mal blicken.

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Und trotzdem ist es jetzt hier in dem

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Wald, wo ich bin, nicht wirklich richtig dunkel.

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Also was heißt richtig dunkel?

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Es ist halt düster, also ich kann so

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vielleicht 30 Meter weit schauen.

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Und wenn ich ganz still bin, dann höre

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ich eigentlich die ganze Zeit so das Tropfen

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von Wasser.

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Es ist halt sehr feucht, deshalb auch neblig.

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Aber deutlich über 0 Grad, also es ist

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eigentlich sehr warm.

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Ich brauche jetzt hier keine Handschuhe.

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Und es ist erstaunlich, es ist ja jetzt

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wirklich dunkel, aber dadurch, dass es so neblig

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ist, ist der Himmel quasi hell und erleuchtet

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das alles hier so ein bisschen.

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Ich weiß gar nicht, ob das vielleicht auch

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erschreckend ist, wie hell es jetzt hier ist.

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Weil diese Helligkeit kommt natürlich von drumherum, von

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Straßenaternen, von Gebäudebeleuchtung, von Stadt und Dorf.

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Das sieht man auch so die Richtung, die

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jetzt hier die nächste Ansiedlung ist.

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Da ist es nochmal deutlich heller als in

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die andere Richtung.

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Ich finde das ist ein Zeichen dafür, dass

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wir Menschen mit unserer ganzen Zivilisation und Kultur

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eben einen unglaublichen Einfluss haben auf alles um

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uns drumherum.

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Und während irgendwo der Klimawandel vielleicht super schwer

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zu greifen ist, wie wir da eben das

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Klima beeinflussen, ist aber das eigentlich ganz gut

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zu greifen, wie unsere Straßenbeleuchtung hier

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das Licht im Wald beeinflusst.

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Also, ich würde sagen, die Stelle, wo ich

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jetzt bin, ist von der nächsten Straße vielleicht

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500 Meter weg.

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Man hört auch immer so ein bisschen dieses

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Rauschen, weil es jetzt gerade wirklich überhaupt keine

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Geräusche hier gibt, außer dem Tropfen der Bäume.

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Aber sei es drum, ich finde es gerade

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trotzdem wunderschön hier.

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Es ist einfach so schön, zwischen den Bäumen

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durchzuschauen, in den Nebelreihen zwischen den Bäumen durchzuschauen,

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die Baumkronen von den Nadelbäumen zu sehen, die

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eben hier oben noch so, so wie schwarze

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Federn sich gegen den Himmel abheben und dazwischen

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dann die kalen Winterbäume, Laubbäume.

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Das ist echt schön.

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So lang zu laufen, neben mir ist jetzt

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ein Teich, der ist ein bisschen gefroren, nicht

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so gefroren, dass ich da versuchen würde drauf

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zu gehen, vor allem nicht in der Nacht,

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vor allem nicht alleine, vor allem nicht mit

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dem Handy in der Hand.

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Es ist einfach echt schön und ich hatte

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jetzt gerade eben einfach trotzdem einen Puls, obwohl

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ich gerade unglaublich die Ruhe genieße, das einfach

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hier in einer ganz kurzen, kurzen Episode einfach

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mal aufzuzeichnen.

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Schön, dass es durch diesen Wald geht, es

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ist halt so ruhig und friedlich.

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Wenn ich meine Augen wieder zumache und ich

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einfach mal nur auf die Geräusche in der

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Nähe konzentriere, und das kann man, ich kenne

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manche Leute, die sagen, oh nee, es rauscht

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doch immer irgendwo das Auto.

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Ja, wenn ich mich auf die Autos konzentriere

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oder wenn ich jetzt mich nicht fokussiere, sondern,

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sag ich mal, alle Sinne aufmache und was

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ist in der Nähe, was höre ich gerade

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alles, dann höre ich das Autorauschen auch, das

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Fahrzeugrauschen.

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Aber wenn ich wirklich sage, okay, ich will

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jetzt einfach still stehen und nur hören, was

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in der ganzen Nähe ist, dann höre ich

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immer wieder dieses Tropf, Tropf, ein ganz leichtes

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Knacken.

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Und ab und zu raschelt es auch mal

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irgendwo ein Stückchen weg.

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Ich bin jetzt gerade ohne Licht unterwegs, also

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das Handy, mit dem ich gerade aufzeichne, leuchtet

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jetzt natürlich.

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Aber ansonsten bin ich gerade ohne Licht unterwegs,

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ich habe eine Stirnlampe mit, ich habe eine

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Taschenlampe mit.

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Und ich habe mir vorhin am Bekant auch

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noch einen Wanderstab mitgenommen, weil, das muss ich

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natürlich auch sagen, im Wald in der Nacht

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spazieren zu gehen, wirkt in erhöhtes Unfallrisiko, weil

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man eben nicht so gut sieht, weil man

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stolpern kann.

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Deshalb bin ich tatsächlich jetzt auch entgegen meinen

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Gepflogenheiten nicht querfeldein unterwegs.

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Zum einen, weil ich kein Wild aufstöbern will.

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Die brauchen jetzt im Winter ihre Kraft.

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Und wenn ich jetzt irgendwo zwischen den Bäumen

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halt Rehe liege und schlafen will, und dann

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komme ich da reingelatscht, dann ist das dann

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wieder blöd.

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Und zum zweiten einfach auch, ich müsste die

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ganze Zeit mit Licht rumlaufen.

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Und wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich

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das Licht ausmache, sieht es hier noch viel

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schöner aus.

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Weil die Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit,

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die gewöhnen sich nach einer Weile dran.

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Und dann sieht man eigentlich auch ganz gut,

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wo man lang geht.

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Zumindest im direkten Schrittbereich, hier so auf dem

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Weg.

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Und man kann so wunderschön in die Baumkronen

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gucken, wie ich das vorhin beschrieben habe.

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Das ist also etwas, was man durchaus mal

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machen kann.

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Und bei mir hat es, ich war vorher

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schon eine Weile unterwegs, bevor ich jetzt hier

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angefangen habe aufzuzeichnen, war ich schon eine Weile

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unterwegs und das hat

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mich unglaublich runtergekühlt.

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Also nicht körperlich, sondern einfach im Kopf ruhig

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gemacht, hab mich zwischendurch auch einfach mal an

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den Baum gelehnt.

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Wirklich mal nur gelauscht, was da um mich

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herum passiert.

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Aber es war wirklich schön.

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Und das sind so Erfahrungen, die man sich

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nicht verwehren sollte, die man gerne mal machen

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darf.

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Die muss man nicht alleine machen.

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Man kann sich auch jemanden mitnehmen, der einen

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begleitet.

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Dann ist das auch mit dem Unfallrisiko nicht

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mehr so markant, wenn man zu zweit, zu

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dritt, zu viert, zu fünft unterwegs ist.

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Und es ist einfach eine schöne Sache, das

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mal zu erleben.

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Es steht auf jeden Fall, seit jetzt eben,

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das ist eigentlich das erste Mal, dass ich

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im Dunkeln draußen bin, aber gerade eben so

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im Winterwald spazieren.

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Das tut total gut.

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Und steht auf jeden Fall jetzt schon auf

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meiner Liste für, das könnte doch mal ein

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Projekt fürs nächste Jahr auch sein, eine Nachtwanderung

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zu machen.

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Muss ja auch nicht unbedingt ultra lang sein,

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nur zwei, drei Stunden.

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Hier einfach mal durch den Wald zu marschieren.

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Es ist halt hier auch wirklich relativ schnell

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im Wald drin.

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Und die Dunkelheit und die Stille, die tun

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ihren Rest.

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Gut, soviel.

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Ein Gruß aus der Nacht.

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Ich gehe jetzt noch ein Stück, ein paar

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Meter habe ich noch, dann komme ich wieder

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an der Zivilisation an.

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Auf dem Golfplatz, wo wahrscheinlich zu dieser Zeit

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jetzt keine Golfer mehr sind, außer die spielen

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hier Nachtgolf oder so.

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Aber danach sieht es irgendwie nicht aus.

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Keine leuchtenden Löcher.

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Ich wünsche euch eine ruhige Zeit.

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Macht's gut.