Einen wunderschönen guten Morgen oder guten Abend, wenn
man hier diese Hängemattenperspektive hört.
Wie nenne ich das Intro?
Ich nenne das Intro menschliche Füße auf mit
Rauräuf überfrorenen Wiese.
Ja, weil ich gerade auf einer Wiese unterwegs
bin, mache ich einen Spaziergang.
Es ist gerade sehr winderlich, sehr kalt.
Wenn ich los bin, waren es mindestens 4
Grad, jetzt sind es 5 oder 3.
Es ist auf jeden Fall schon leicht unter
Null und es ist relativ frostig.
Heute hat sich die Sonne, jetzt hat sich
eine große Wolke davor geschoben.
Deshalb bin ich gerade ein bisschen abgeschottet von
dem mächtigen Fusionsreaktor.
Und ja, das macht es jetzt natürlich schon
ein bisschen frisch.
Ich bin gerade auf einem pragmatischen Spaziergang.
Ich habe gerade ganz tolle Fotos von Eiskristallen
gemacht, die überall gewachsen sind.
Das hat mich auch wieder so ein bisschen
in so eine Nachdenkstimmung versetzt und mich total
runtergeholt und entspannt.
Und jetzt gehe ich einfach noch ein Stück
und dachte mir, ach, los, ich zeichne jetzt
einfach mal noch eine Hängemattenperspektive auf.
Mal gucken, ob und wann ich sie veröffentliche.
Ich werde sie bestimmt veröffentlichen, wenn ich nicht
zu viel rumschau.
Ja, das war mein Gedanke, der mich gerade
eben getragen hat.
Wie gesagt, es ist jetzt frostig geworden und
das ist quasi so der erste richtige Frost,
den wir jetzt haben.
Und das ist für mich auch ein bisschen
der Moment, mich noch mal so ein bisschen
wehmütig zu erinnern an den Spätsommer, an den
Herbst, an die Fülle von Obst, die es
dieses Jahr gab.
Das hat jetzt natürlich mit den Frosten ein
Ende, weil es friert in die Äpfel rein.
Die sind dann nicht mehr haltbar, die schmecken
nicht mehr so gut.
Deshalb ist jetzt quasi mit Äpfelsammel erst mal
vorbei.
Aber wir haben noch einen schönen Vorrat und
über den sind wir sehr dankbar.
Genau, über den sind wir sehr dankbar, der
wird auch noch ein paar Wochen reichen.
Und andere Sachen sind ja auch jetzt immer
noch zu sammeln und zu ernten.
Man kann, wenn man möchte und die Möglichkeiten
dazu hat, eigentlich den ganzen Winter über Wildkräuter
sammeln.
Wir haben dieses Jahr tatsächlich das erste Mal
irgendwie geschafft, noch Salate auszusehen.
Also winterharte Salate, die grundsätzlich auch bei niedrigen
Temperaturen wachsen.
Mal schauen, ob das was wird.
Ich habe sie nur mit einem Vlies abgedeckt,
weil das Gewächshaus, was ich bauen wollte, das
habe ich irgendwie dann doch nicht mehr geschafft.
Das heißt, drum ist mal ein Experiment, wir
gucken einfach mal, ob da noch was wächst
und noch was groß wird, was man brauchen
kann und dann essen kann.
Und Beeren gibt es auch manche noch, die
man jetzt auch eine ganze Weile noch sammeln
kann.
Also zum Beispiel die Schlehen, die vergammeln jetzt
durch den Frost eigentlich eher nicht.
Die verlieren eher durch den Frost ihre astrindierende
Wirkung.
Also dieses, wenn man eine Schlehe gegessen hat,
der weiß, das sind ja so kleine blaue
Pflaumen.
Das sind Wildpflaumen, so ganz klein, so von
der Größe wie eine Heidelbeere.
Und wenn man die isst, die sind zum
einen unglaublich sauer.
Das zieht sich so richtig im Mund alles
zusammen, so in Brocken und fühlt sich ein,
als ob man da so eine
Betäubungsspritze vom Zahnarzt drin hat.
Und diese Wirkung, die lässt im Prinzip nach,
weil die Substanzen, die das vorsorgen, sind nie
frostfest.
Ansonsten hält die sich noch eine ganze Weile,
die Beere, am Strauch.
Ansonsten wird zur Zeit natürlich mit dem Frost
immer weniger, was uns der Wald gibt.
Der Weg, den ich gerade lang gehe, hier
sind in den letzten zwei Jahren eine ganze
Menge Bäume gefällt worden.
Das waren so Pappeln und Birken.
Und ich sehe jetzt, da haben sie hier
ganz viel nachgepflanzt.
Das freut mich gerade, dass hier mal was
gemacht wird.
Hier haben sie Eichen gepflanzt.
Das sieht aus wie eine Buche, eine Heimbuche.
Das sieht aus wie ein Ahorn.
Eine Kastanie.
Okay.
Ihr seht, ich bin unterwegs, ich gehe spazieren.
Ich bin vorhin komplett runtergefahren und diesen Wahrnehmungsmodus
habe ich mit Fotos gemacht.
Die sprechen nur, was ist das, was ist
das.
Es könnte also passieren, dass ich in der
Folge ein bisschen was erzähle.
Aber eigentlich haben mich diese Überlegungen zum Wobst
ein bisschen dazu gebracht zu überlegen, wie
man in dem Kontext diese ganzen Initiativen nicht,
aber diese Tendenz und diese Stimmung von zurück
zur Natur, wie man das jetzt eigentlich lesen
sollte.
Wo wir ganz oft feststellen, diese Romantisierung und
Idealisierung des Jäger- und Sammlertums auch.
Von dem ich mir so sage, ja, finde
ich auch irgendwie toll.
Aber wie passt das eigentlich mit unserer heutigen
Zeit zusammen?
Also wer hier schon Podcasts gehört hat oder
mich kennt oder auch auf meiner Webseite unterwegs
war mal, ich selber bin ja total der
Meinung, wir müssen mehr raus in die Natur,
wir müssen uns wieder mit der Natur verbinden,
wir müssen wieder in Kontakt treten, wir müssen
wieder die Natur verstehen und wieder in Einklang
mit der Natur kommen.
Und das ist für mich tatsächlich gerade so
ein Punkt, über den ich jetzt gerade nachdenke.
Was bedeutet das eigentlich?
Was bedeutet das eigentlich, mit der Natur wieder
in Einklang zu kommen?
Das bedeutet auf jeden Fall nicht, damit würde
ich einfach mal anfangen, oder das ist eigentlich
das Kernproblem für mich gerade.
Das bedeutet nicht, dass wir wieder leben müssen
oder sollen oder überhaupt können, wir Jäger und
Sammler.
Das wird nicht funktionieren.
Dazu sind wir Menschen in unseren westlichen Gesellschaften
einfach schlicht und ergreifend zu viele.
Wir sind zu viele, um leben zu können
wie Menschen vor 30.000 Jahren.
Das geht nicht.
Wir sind zu viele und es gibt auch
viel zu wenig existierende Wildnis dazu, um uns
überhaupt noch weiter zu ernähren.
Also wenn ich mir anschaue, selbst hier wo
ich jetzt stehe, ich habe hier einen schönen
Blick über das Elbtal gerade und sehe Dresden
so eingebettet in die Dresdner Heide.
Auf der anderen Seite sehe ich das Kaisbachtal,
wo auch schöne Bäume sind, was so ein
bisschen wie Wald aussieht.
Es geht zueinander über, ich sehe schöne Felder
mit Hecken und fast schon so wie sie
sein sollen.
Auf der anderen Seite sehe ich auch gigantische
Flächen ohne Hecken.
Das mal außer Acht gelassen.
Das Ding ist halt schlicht und ergreifend.
Wenn ich jetzt sagen würde, diese Metropole hier,
also Metropole ist es nicht, nein, es ist
eine typische deutsche Großstadt Dresden mit seinen 500
.000 Einwohnern, 600.000 Einwohnern, ich weiß gar
nicht wie viele es sind, aber irgendwas in
der Drehe wird es sein.
Die könnten sich nicht von der Natur im
direkten Umfeld annähern.
Das würde nicht funktionieren.
Und auch wenn diese 500.000 Menschen auf
die Idee kommen würden, wir müssen jeden Tag
eine halbe Stunde durch die Dresdner Heide pilgern,
das wäre nicht mehr erholsam.
So groß sind die Flächen überhaupt nicht.
Selbst wenn ich jetzt noch Weitgebiete drumherum, Päusenwald,
Windbergareal zum Beispiel, was ich jetzt auch gerade
noch sehe, wo ich lang laufe, über diesen
steifgefrorenen Lager, das würde einfach nicht funktionieren.
Wir sind zu viele dafür.
Wir sind zu viele Menschen auf dem Planeten,
um von der Wildnis zu leben.
Oder besser gesagt, von dem was wir von
der Wildnis übrig gelassen haben.
Wir sind eigentlich so ein bisschen auch in
dem Dilemma, dass wir uns fragen müssen, okay,
selbst wenn wir jetzt ganz viel Wildnis wiederherstellen,
könnten wir denn davon leben?
Nee, wahrscheinlich nicht.
Wir müssen also irgendwo wieder einen Weg finden,
in diese Ressourcenbalance hineinzukommen und gleichzeitig aber nicht
die Existenz unserer Art zu gefährden.
Das ist total paradox.
Wenn wir so weitermachen, wie wir jetzt machen,
dann brennen wir unseren Planeten einfach aus und
werden aussterben.
Punkt.
So wie wir jetzt sind.
Das andere Extrem, wir hören schlagartig auf, das
zu machen, wie wir es halt machen, würde
uns auch nicht weiterbringen.
Weil wenn wir das tun, dann werden wir
auch aussterben.
Und zwar genauso schnell.
Ich würde zwar vermuten, dass bei Letzterem die
Wahrscheinlichkeit höher ist, dass daraus, ach nee, eigentlich
ist sie gleich hoch, glaube ich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass aus so einer massiven Veränderung,
aus so einem massiven Exodus etwas Positives da
wächst, ist wahrscheinlich gleich hoch.
Aber so weit würde ich gar nicht denken.
Die Frage, die ich mir stelle, und das
ist halt eher eine ganz pragmatische Frage an
der Stelle, ist halt, was braucht es denn
eigentlich für uns, um hier wieder in der
Balance reinzukommen.
Und dafür braucht es, glaube ich, einerseits diese
Naturverbindung, aber nicht im Sinne von zurück zur
Natur, zurück zum Jäger- und Sammlertum, sondern
zurück zu einer vernünftigen Geschwindigkeit, einer vernünftigen
Geschwindigkeit, in der wir wieder in der Lage
sind, uns zu fassen und wieder als Gesellschaft
zu regulieren.
Das können wir ja einfach gerade gar nicht
mehr.
Und eben wieder im Sinne mit den Ressourcen,
die wir jetzt eben haben, mit den Ressourcen,
die wir vielleicht trotzdem noch einsparen können, in
den Einklang hineinzukommen.
Also nicht alles fallen lassen und zurück zur
Natur und auch nicht, ja, wir machen halt
einfach mal so weiter, weil ansonsten sterben wir
alle, sondern eben wirklich konsequent zu prüfen, welche
Ressourcen haben wir.
Und mit Ressourcen meine ich nicht nur Erdöl,
Kohle, Edelmetalle, whatever, sondern damit meine ich sich
bestimmt auch, okay, welche technologischen Ressourcen
haben wir denn auch, welche wissenschaftlichen Ressourcen haben
wir denn auch, um mit der aktuellen Situation
umzugehen.
Das ist nichts anderes, als ein Ökosystem eben
auch macht.
Ein Ökosystem versucht, mit den Ressourcen, die es
eben hat, umzugehen und zu haushalten.
Ich bemühe da total gerne so auf meinen
Wanderungen eigentlich dieses Bild zu sagen, dass im
Wald, das ist ein Stück Natur, immer eigentlich
als ein geschlossenes System zu betrachten ist, thermodynamisch,
rein wissenschaftlich.
Und in diesem geschlossenen System gilt der Energieerhaltungsrat.
Das heißt, da geht nichts verloren und da
entsteht auch nichts.
Und die einzigen Einflüsse, die im Prinzip auf
dieses System grundsätzlich erst mal bestehen oder wo
ein Austausch zwischen diesem System existiert, ist die
Luft und ist möglicherweise der Boden und das
Grundwasser, was hier in das System rein und
raus geht.
Das sind eigentlich die einzigen Zuflüsse, die existieren.
Sprich, wenn plötzlich das Kohlendioxid weg ist, dann
kann das in dem Systemwald wahrscheinlich nicht entstehen
und auch nicht gehalten werden.
Und dasselbe gilt zum Beispiel für Wasserzugänge.
Wenn ich das einfach mal auf unseren Planeten
übertrage und unsere Gesellschaft und all unsere Ressourcen
übertrage, ein Wald haushaltet komplett mit den Ressourcen,
die er eben hat.
Die Nährstoffe, die im Boden sind.
Ein Wald kann nicht schneller wachsen, als da
Nährstoffe im Boden vorhanden sind.
Auch wenn Bäume umfallen und Totholz verwertet wird
und so weiter und so fort.
Dadurch entstehen grundsätzlich im Boden erst mal keine
neuen Nährstoffe.
Weil die waren vorher schon da.
Die sind vorher schon verwendet worden, um dadurch
Bäume zu bauen.
Wenn man es jetzt so stark simplifizieren will.
Zurück zu unserer Gesellschaft.
Was wir eben machen, ist, wir nutzen diese
ganzen Ressourcen, wir wandeln diese Ressourcen in großen
Mengen eben stofflich um.
Indem wir aus Erdöl Kohlendioxid machen, mit dem
wir nichts anfangen können und aus dem wir
auch nicht wieder Erdöl herstellen können.
Wir wandeln Erdöl in Kunststoffe um, aus denen
wir zum Beispiel Bekleidung herstellen.
Und auch das können wir nicht wieder rückgängig
machen.
Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich.
Das ist so eine Einbahnstraße.
Und das ist halt etwas, was zum Beispiel
in einem Ökosystem wie einem Wald eben nie
passiert.
Im Wald ist es eben genau andersrum.
Im Wald wird alles, was mal war, was
nicht mehr gebraucht wird, eben komplett wiederverwertet.
Ich gehe jetzt gerade in den Wald rein
und ich sehe das eben auch.
Da sind schief liegende Bäume, hier sind abgestorbene
Bäume, hier lebt Totholz am Boden.
Das ist ja nicht so ein super geleckter,
gepflegter Wald.
Von daher, I like it.
Und das wird halt Stück für Stück wieder
dem Nahrungskreislauf, dem System, die Nährstoffe darin wieder
zugeführt.
Und das funktioniert halt bei uns nicht.
Wir produzieren Unmengen von Kleidung, die wir dann
drei Monate tragen, weil sie danach zerschlissen ist,
weil sie so eine miserable Qualität hat, weil
sie so billig produziert worden ist und in
Wirklichkeit mit so viel Leid und unter so
beschissenen Bedingungen, dass man sich eigentlich schämen muss,
sowas zu kaufen.
Und dann schmeißt man es nach drei Monaten
weg, weil es ...
Und da sage ich jetzt noch nicht mal
irgendwie diesen bösen Fast Fashion Bereich, wo man
sagt, hey, das gefällt mir nicht mehr, ich
brauche jetzt was Neues, sondern eher sogar den
so halb erzwungenen Bereich, dass das Zeug halt
einfach mal ...
Wir gehen die Nähte auf.
Wenn du das selber versuchst zu nähen, das
kriegst du gar nicht hin, weil der Stoff
schon verschlissen ist nach drei Monaten.
Und was machst du dann damit?
Du kannst es nicht mehr verwenden.
Der Stoff hat so eine schlechte Qualität, dass
du ihn noch nicht mal wirklich verwenden kannst,
um daraus was Neues zu machen.
Ja, und die Kleiderspende brauchst du es auch
nicht geben, weil es kann einfach niemand mehr
anziehen.
Dementsprechend wandert das Zeug auf den Müll.
Und dann Verbrennung.
Recycling ist nicht.
Also wird es verbrannt oder wird exportiert und
liegt dann irgendwo auf gigantischen Müllbergen in irgendeiner
Wüste rum.
Nur als ein Beispiel, wo wir eben überhaupt
nicht ressourceneffizient arbeiten.
Und es aber eigentlich total trivial wäre zu
sagen, okay, ja fuck, ich brauche nicht 50
T-Shirts im Schrank.
Eigentlich reichen mir vielleicht ...
Weiß ich nicht, bin ich mal ganz ehrlich,
wie viel reichen mir?
Mir reichen irgendwie 10 T-Shirts und zwei
Hemden, ein paar verschiedene Hosen für verschiedene Anwendungszwecke
und dann noch Unterwäsche dazu und dann war
es das.
Also mehr brauche ich eigentlich nicht.
Und ja, wenn wir das jetzt einfach mal
so auf die komplette Gesellschaft beziehen, wir könnten,
so wie wir sind, nicht einfach nur von
der Wildnis leben.
Wir brauchen trotzdem Nahrungsmittel, die wir potenziell nicht
extensiv erwirtschaften können.
Das funktioniert erstmal nicht.
Wir brauchen irgendeine Form von intensiver Landwirtschaft, die
man aber, und das ist die andere Denkrichtung,
auf verschiedene Arten und Weisen gestalten kann.
Ich kann auch eine intensive Landwirtschaftung erreichen, ohne
die Natur zu schädigen.
Das ist in meinen Augen ...
Wirklich bin ich kein Experte dafür, deshalb würde
ich mich hier auch gerade nicht so weit
rauslehnen, weil ich mache ja diese Podcast-Folgen
spontan, so wie mir die Gedanken in den
Kopf kommen.
Deshalb sind die auch so ein bisschen verschwurbelt
vielleicht manchmal.
Aber ich glaube da einfach nur, wenn ich
an so würtige Farming-Sachen zum Beispiel denke,
das ist ja eigentlich auch eine intensive Form
der Raumausnutzung an der Stelle.
Man versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen und so
weiter und so fort.
Aber irgendwo müssen die Nährstoffe ja auch herkommen.
Also wenn ich da irgendwelche Nährlösungen reinschütte, die
muss ja auch wieder irgendwo herkommen.
Da muss man also wirklich irgendwelche Teile betrachten.
Aber zurück zur Gesellschaft, zurück zur Natur oder
weitermachen wie gehabt.
Wir brauchen etwas dazwischen, wir brauchen etwas, wo
wir unsere Ressourcen, wissenschaftliche Erkenntnisse, technologischen
Fortschritt so verwenden, dass wir die Natur und
die Wildnis nicht weiter schädigen, sondern im Gegenteil
sie eben wieder den Raum geben, sich zu
regenerieren und sich zu erholen.
Dann werden wir wieder einen Zustand erreichen, wo
wir keine Angst mehr davor haben müssen, dass
uns der komplette Planet abbrennt.
Und das bedeutet für mich dieses wieder mit
der Natur verbinden, über planetare Gesundheit nachdenken, sich
auf die Natur zurückbesinnen, sich zur Natur zurückwenden.
Das ist es, was ich damit meine, was
ich dabei fühle, wenn ich darüber nachdenke, was
das überhaupt bedeutet.
Und das bringt mich auch ganz, ganz stark
wieder dahin zurück, was für mich der Kern
meiner Arbeit ist.
Der Kern meiner Arbeit ist ja eigentlich nicht,
wie sag ich mal, Umweltbildung, sondern meine Arbeit
ist eigentlich getragen von einem wichtigen Gedanken, nämlich
von dem Gedanken, wenn wir Entscheidungen und Überlegungen
anstellen und wir das in einem Umfeld tun,
das aus Stahl und Beton besteht, dann haben
wir im Worst Case natürlich Ideen, welche
wieder in Stahl und Beton enden.
Und im Best Case entstehen in so einem
Kontext, in so einem Rahmen unter großen Anstrengungen
Ideen, die nicht aus Stahl und Beton bestehen
und die wiederum im Worst Case total überzogen
und idealistisch und träumerisch sind und im Best
Case eine kleine Veränderung bewirken können, die möglicherweise
sogar nachhaltig ist, die aber wahrscheinlich trotzdem super
anstrengend sein wird und die super einseitig auch
sein wird.
Und diese kleine Veränderung ist dann unter unglaublich
großer Energie entstanden, diese Denkenergie, die ich zwischen
Stahl und Beton investiert habe.
Und was ich mir einfach wünsche, ist, dass
Menschen mehr rausgehen und Entscheidungen in der Natur
treffen und sich von der Natur inspirieren lassen,
in der Natur schauen, wie funktionieren Dinge, wie
sehen Dinge aus, wenn sie organisch und nicht
symmetrisch sind.
Und das ist etwas, was meine Arbeit trägt
und was ich in meiner Arbeit voranbringen will.
Und damit würde ich die Folge jetzt einfach
auch in diesem Denken einfach gerne mal enden
lassen.
Zum einen, was bedeutet es für euch eigentlich,
sich auf die Natur zurück zu besinnen?
Ist es für euch so, ich nutze die
Natur, um mich zu erholen, um damit wieder
das alte System zu befeuern?
Oder ist es vielleicht für euch, oder könnt
ihr euch auch vorstellen, in die Natur zurückzugehen
und euch wieder mehr mit der Natur zu
beschäftigen, euch mehr mit der Natur zu verbinden,
um auf lange Sicht einfach wieder bessere, klügere
Entscheidungen zu treffen, tragfähigere Ideen zu entfalten?
Da klopft der Mensch und da klopft der
Specht.
In dem Sinne werde ich euch jetzt gleich
mit ein paar Schritten durchs Laub entlassen und
wünsche euch eine gute Zeit.
Bis zur nächsten Folge.