Hallo, so klingt ein Bach, ein Bach im
Winterwald, um es genau zu nehmen, weil der
ist nämlich ansonsten eher sehr, sehr still gerade.
Totaler Kontrast zum Frühjahr.
So als kleine Rahmung, erstmal wo ich gerade
bin.
Ich bin gerade wieder im Eutschitzgrund, was ihr
eben habt Plätschern hören, ist der Mödnitzbach und
der Grund und der Bach an sich verläuft
hier, ausgehend von der Eutschitz am Büdel in
Bannewitz, ich weiß gar nicht genau wo er
entspringt, aber im Grunde aus der Richtung komme
ich jetzt, bis runter nach Dresden und es
ist eigentlich ein ziemlich schöner Weg, vor allem
der Teil hier ist unglaublich ruhig, man hat
zwar ein paar Häuser im Blick, aber man
läuft im Prinzip hier einfach in so einem
schönen Buchen-Eichen-Erlenwald herum und der ist
halt gerade eben komplett zuckerweiß.
Alles in allem, das ist die Ecke, wo
ich so meine Podcast-Episode dieses Jahr aufgezeichnet
habe und jetzt gehe ich gerade hier im
Winter lang und merke einfach so diesen krassen
Unterschied zum Frühjahr, wo die Vögel gebrüllt haben,
jetzt zirpt es mal hier, jetzt zirpt es
mal da und das war es dann auch.
Das ist ein krasser Unterschied.
Was ist mein Thema heute?
Hängematten-Perspektive und mein Thema ist heute Routine.
Ich fange mal ganz kurz an mit was
ist Routine.
Routine ist eine Tätigkeit, eine Handlungsweise, die sich
immer wieder wiederholt und die man
zum Beispiel für sich selber etabliert, weil sie
einem gut tut, weil man daraus einen Nutzen
zieht.
Das ist im Grunde eine Routine im positiven
Sinne.
Ich spreche in letzter Zeit relativ viel über
Naturroutine, weil ich im Januar mit einer Gruppe
von maximal zwölf Leuten starten möchte.
Ein Programm, in dem die Teilnehmer und Teilnehmerinnen
für sich selber so eine Naturroutine entwickeln können.
Und dabei ist mir gerade eben, nicht gerade
eben, einfach im Laufe des Entwicklens und jetzt
Leute einsprechend, so ein bisschen bewusst geworden, was
teilweise auch hinter dem Wort Routine steckt.
Nämlich, dass etwas immer genau gleich und zu
genau dem gleichen Zeitpunkt stattfindet.
Und das ist zum Beispiel bei mir so.
Ich würde von mir selber einfach behaupten, ich
habe eine Naturroutine.
Die besteht in der Regel aus Spaziergängen, kleinen
Wanderungen, vielleicht auch mal zu basteln oder zu
schnitzen draußen.
Das ist meine Naturroutine.
Das ist das, was ich mache, wenn ich
rausgehe.
Und der Zweck dieser Routine, der Zweck der
Routine ist für mich, ich nenne es mal,
ich habe eigentlich zwei Gründe, warum ich raus
in die Natur gehe.
Das eine ist Selbstregulation, Stressbewältigung.
Und der zweite Teil ist für mich tatsächlich,
ist für mich ein Raum für kreative Arbeit.
Und für zwischenmenschliche Arbeit, für Verbindungsarbeit.
Dafür ist es für mich der Raum, weil
ich für mich einfach selber gelernt habe aus
meiner eigenen Erfahrung, aus der Erfahrung mit Menschen
draußen, aus der Erfahrung mit Teams auch draußen,
dass die einfach mal draußen andere Entscheidungen treffen,
anders nachdenken.
Und ich glaube, die Entscheidungen, die draußen getroffen
werden, sind besser.
Und heute soll es aber nicht um diese
Entscheidungen gehen.
Heute soll es, wie gesagt, um das Thema
Routine gehen.
Ich erzähle mal ein bisschen was über meine
eigene Routine, wie ich dazu gekommen bin.
Wie bin ich zu meiner Naturroutine gekommen?
Wie kommt es, dass ich rausgehe?
Das war tatsächlich, ich sage es mal so,
nicht immer so.
Ich habe als Kind viel Zeit in der
Natur verbracht, im Garten, im Wald, auf dem
Grundstück, weil ich einfach ein bisschen abgeschieden gewohnt
habe.
Und das hat einfach dazu geführt, dass ich
viel draußen gespielt habe.
Bis ich dann irgendwann Teenager geworden bin und
Budebauen nicht mehr hip war, sondern PC-hip
war.
Und dann habe ich halt viel Zeit am
Rechner gehangen, habe ja später auch Software entwickelt
und bin dann auf den Weg gekommen, zu
sagen, ich will eigentlich nicht mehr Software entwickeln,
sondern ich will Menschen helfen, sich zu entwickeln,
Teams helfen, sich zu entwickeln.
Habe das dann gemacht und dann kam irgendwann
der Lockdown.
Das war für mich so eine Zeit, wo
ich mit drei Kindern und meiner Frau 24
-7 zu Hause gehockt habe.
Ich hatte dann zu der Zeit auch gerade
frisch einen neuen Job angefangen, der voll remote
war.
Es gab so ein kleines Büro mit ein
paar Kollegen, auch in Dresden, aber die habe
ich tatsächlich das erste halbe, dreiviertel Jahr gar
nicht physisch zu Gesicht bekommen, weil eben Lockdown
war, weil alle respektvoll miteinander umgegangen sind, auch
als der Lockdown dann aufgehoben war und gesagt
haben, naja, gucken, wie wir das jetzt machen,
Büro ist klein und so aufeinander hocken will
man nicht so oft.
Nur deshalb hat man sich so gut wie
gar nicht gesehen und in der Zeit ist
mir einfach mörderisch, die Decke hat dann auf
den Kopf gefallen und ich hatte einfach den
großen Luxus, dass ich halt ein bisschen außerhalb
von Dresden wohne und ich konnte die Tür
aufmachen, rausgehen und problemlos mit 200 Meter Abstand
zur nächsten Person spazieren gehen.
Und das habe ich damals dann einfach angefangen,
einfach so Kopfwürfel freizukriegen, um mal Abstand zu
haben, um einfach mal Ruhe zu haben, von
dem permanenten Gewusel.
Und dann habe ich erst mal gemerkt, dass
mir das super gut tut.
Und dann gab es so eine zweite Triggersituation,
die dann dazu kam, nämlich dass irgendwann die
Kitas ja wieder offen hatten, ich meine, meine
Tochter in die Kita gebracht habe.
Und das führte ganz oft dazu, dass ich
so das erste Meeting am Tag verpasst habe
oder hätte.
Das hat mir übelsten Stress gemacht und es
war dann so eine Spirale, das Kind schnell
in den Kindergarten geht und so und sich
schnell umzieht und alles sowas.
Und das war irgendwie überhaupt nicht mehr schön.
Und dann habe ich einfach mal Team gefragt,
ist es okay von euch, wenn ich mich
von unterwegs zuschalte?
Und die haben gesagt, ja, können wir ja
probieren, wie das funktioniert so mit Videokonferenz und
vom Handy und unterwegs.
Und dann haben wir das gemacht.
Und das war irgendwie schön.
Ich hatte ja in der Zeit die Rolle
als Agile Coach in dem Team und das
heißt, ich war eigentlich immer so ein bisschen
da, um zu beobachten, um am Ball zu
bleiben.
Ich hatte gar nicht so einen großen Redeanteil
und das war total super.
Ich konnte spazieren gehen, wenn am Anfang mal
jemand zu spät kam, habe ich dann immer
die Kamera gedreht, habe so ein bisschen den
Weg gezeigt, den Ort, wo ich spazieren war.
Und das wurde, ich möchte nicht sagen extremer,
aber es wurde halt intensiver.
Es war dann halt irgendwann nicht mehr nur
der schnelle Weg nach Hause, auf den ich
mitgenommen habe, sondern ich habe dann einfach die
Spaziergänge auch ausgedehnt und gesagt, ja, ich mache
jetzt einfach früh noch ein bisschen einen längeren
Spaziergang und danach gehe ich dann an den
Rechner.
War eine coole Zeit, konnte ich mir flexibel
einteilen.
Und es hat also gut funktioniert.
Und das war der Punkt, wo ich angefangen
habe, draußen zu arbeiten und meine Kollegen auch
dahin mitzunehmen.
Und als dann quasi die Pandemie offiziell beendet
war, als das Infektionsrisiko gesunken war, alle schon
geimpft oder immunisiert waren auf irgendeine Art und
Weise, da hat man sich auch wieder öfter
getroffen, war man wieder öfter im Büro zusammen.
Und da habe ich das einfach trotzdem fortgesetzt.
Also wir waren trotzdem noch remote.
Wir hatten Kollegen, die waren in Jena, wir
hatten Kollegen in Dresden.
Und das habe ich einfach fortgesetzt.
Ich war dann halt trotzdem bei einigen Meetings
einfach remote dabei.
Und in der Zeit habe ich eigentlich so
ganz beiläufig eine gewisse Routine entwickelt.
Nämlich, dass ich halt regelmäßig Meetings draußen gemacht
habe, regelmäßig spazieren gegangen bin.
Und wenn ich das heute reflektiere, sich eben
aus dieser Routine verschiedene Ziele abgeleitet haben, warum
gehe ich raus in die Natur.
Das hatte ich eben vorhin schon gesagt.
Einerseits Selbstregulation, dann das kreative Arbeiten.
Einfach coole kreative Ideen draußen kommen.
Zum Beispiel jetzt im Gehen kommen mir gute
Ideen, was ich für den Podcast erzählen kann.
Würde ich jetzt zu Hause am Rechner sitzen,
wäre das viel, viel schwieriger.
Wäre ich tatsächlich sogar abgelenkter und unfokussierter.
Und der dritte Punkt hat sich dann bei
mir auch noch entwickelt.
Nämlich dieses in Beziehungen gehen.
So im Gruppenmeeting und alles.
Und ich bin draußen und die anderen nicht.
Ist tatsächlich nicht, eigentlich gar nicht.
Also das ist nicht beziehungsfördernd, muss man so
sagen.
Ja, weil das schafft einfach Probleme an der
Stelle.
Aber was ich gemerkt habe, so in einem
Einzel-Setting oder so, funktioniert das echt cool.
Ja, für so eine große Videokonferenz, ich brauche
dann einfach den großen Bildschirm, mit dem ich
dann auch präsentieren kann, zeigen kann, wirklich alle
im Blick habe.
Das ist mit dem Handy nicht so geil.
Aber in der Einzelarbeit hat das online auch
ganz gut funktioniert.
Oder wenn das Datenvolumen alle war, habe ich
gesagt, komm, lass uns telefonieren.
Oder empfangsschlecht war, mal telefoniert.
Auch.
Und das habe ich eigentlich weitergetragen, diese Praxis
des Redens in Bewegung.
Und habe dann später meinen Kollegen angeboten, komm,
lass uns doch einfach mal eine halbe Stunde
spazieren gehen.
Und das hat sich auch als sehr praktikabel
herausgestellt.
Sehr gut funktioniert.
Und dabei durfte ich dann eben auch die
positiven Effekte des gemeinsamen Gehens kennenlernen.
Man merkt einfach so, wie Gedanken auch überspringen,
wie man viel mehr in den Fluss kommt,
wenn es um Kreation geht.
Darum geht, Dinge zu durchdenken, zu besprechen, Ideen
zu entwickeln.
Oder eben auch Verbindungen, wenn es mal um
Probleme geht, um Sorgen geht.
Das funktioniert natürlich einfach im Gehen draußen deutlich
besser.
Und jetzt merkt ihr aber schon, das sind
jetzt keine festterminierten Dinge.
Keine Dinge, die sich in irgendeinem Zeitplan ausrichten.
Im Gegenteil, das sind jetzt eigentlich eher Routinen
im Sinne von, wie mache ich etwas?
Und gar nicht, wann mache ich etwas?
Und damit löst sich das Ganze jetzt schon
ganz stark von irgendeinem, ja, meine Morgenroutine, aufstehen,
frühstücken, Zähneputzen, Pullern und dann auf ins Büro.
Und das 5 Tage die Woche.
Sondern es ist eher tatsächlich eine Routine im
Sinne von, ich habe jetzt eine bestimmte Aufgabe
und diese bestimmte Aufgabe gilt es jetzt zu
lösen.
Und ich habe dafür meine routinierten Methoden parat.
In meinem Fall ist es eben zum Beispiel
der Walk and Talk und das gemeinsame Gehen.
Für mich selber ist es auch ganz viel
Walk and Talk.
Ich bin ehrlich, ich halte da manchmal unterwegs
auch Selbstgespräche, wenn ich nicht gerade einen Podcast
aufzeichne, wie jetzt.
Das kommt einem dann auch vor.
Ich so leise Sachen einfach mal vor mir
hin überlege und mit mir selber rede.
Das hilft mir am Ende auch das zu
merken und dann schreibe ich mir zwischendurch mal
Dinge auf.
Die Routine ist aber eigentlich auch zu erkennen,
wann brauche ich was.
Zum Beispiel gestern hat es sich einfach angeboten,
dass ich früh vor der Arbeit nochmal ein
Stück spazieren gegangen bin, weil ich hatte noch
einen Mentoring Termin mit meiner Mentee.
Und da war es total angenehm, einfach vorher
nochmal zu sagen, so, ich gehe jetzt einfach
nochmal spazieren, hab dann den Kopf frei, war
in Bewegung und dann kann ich mich voll
und ganz auf sie konzentrieren, weil dann irgendwie
so meine Alltagsroutine wiederum, also diese Alltagslast eher
an der Stelle, die war dann einfach weg
und ich hatte den Kopf einfach frei für
meine Arbeit.
Das mache ich ja total gerne, vor einem
Coaching oder vor einem Mentoring, auch vor einem
Training, dass ich einfach sage, okay, ja, ich
gehe jetzt einfach vorher nochmal spazieren, weil ich
einfach weiß, das tut mir gut.
Und mich runterbringt und in diese Stimmung bringt,
oder wenn ich kreative Sachen machen muss, dazu
an den Rechner muss, also Beiträge schreiben oder
Bilder sortieren oder ein Konzept zum Papier bringen.
Oder auch frustige Aufgaben, wie Leute einschreiben, Korrespondenz
betreiben und so.
Sie sind nicht frustig, eigentlich sind die total
belebend, aber ich mache sie, ehrlich gesagt, zu
meiner Natur aus einfach nicht so gern.
Ich freue mich dann immer, wenn eine schöne
Konversation zustande kommt, aber das erst mal zu
initiieren, fällt mir manchmal ein bisschen schwer.
Aber das sind einfach so Dinge, wo ich
sage, hey, ich gehe jetzt einfach entweder davor
raus oder für Telefonate gehe ich in letzter
Zeit auch total gerne einfach spazieren.
Vorgestern auch wieder ein richtig schönes Telefonat gehabt,
bin dabei durch einen großen Garten gelaufen, das
funktioniert akustisch wunderbar, Netz hat man auch überall.
Und das ist im Prinzip auch so Routine
für mich, nämlich zu erkennen, wann ist die
richtige Zeit, etwas zu machen.
Und damit gibt sich eigentlich gerade wieder so
ein kleiner schöner Dreiklang, nämlich zu gucken, wozu
hilft mir etwas, wie führe ich das durch
und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür.
Und das definiert für mich eigentlich eine Routine,
eine Praxis, die man für sich selber etabliert.
Und das ist tatsächlich manchmal nicht so einfach,
vor allem, wenn man eben einfach nur, in
Anführungszeichen, einem Ratgeberbuch oder einem Blog oder einem
Ratgeber, einer Vorlage folgt, weil die passt vielleicht
gar nicht für einen.
Und dann sagt man halt ja und dann
kenne ich Leute, die dann einfach sagen, ja,
ach nee, das mit der Natur, das funktioniert
für mich nicht und so, ich schaffe das
immer nicht, früh eine halbe Stunde rauszugehen.
Dann habe ich gefragt, okay, warum schaffst du
das früh eine halbe Stunde rauszugehen?
Dann kommen manchmal tausend Sachen, warum die Person
das nicht schafft.
Und dann kommt meine zweite Frage, warum musst
du früh immer rausgehen?
Naja, weil ich das ganz oft gelesen habe,
dass das den Leuten total gut tut, früh
vor der Arbeit nochmal rauszugehen.
Und dann kommt meine dritte Frage dazu, nämlich,
tut dir das denn gut, wenn du früh
vor der Arbeit rausgehst?
Kommt als Antwort, nee, das tut mir nicht
gut, weil das stresst mich.
Und dann kann man im Prinzip einfach anfangen,
schon zu überlegen.
Die Einsicht kommt spätestens dann eigentlich, naja, okay,
dann ist halt früh rausgehen nicht das Richtige
für mich.
Und dann ist es nur noch eine Frage
entfernt, liegt das jetzt an der Natur, dass
es dir nicht gut tut, oder liegt es
daran, dass die Zeit nicht passt?
Hm, ja, könnte die Zeit sein.
Ja, ist halt eine ungünstige Zeit und so.
Aber wann soll ich es denn sonst machen?
Und dann kann man so ein bisschen ins
Überlegen kommen, wann ist jetzt ein guter Zeitpunkt
für Spaziergänge.
Und wenn sich da tatsächlich erstmal nichts findet,
und das ist nicht komplett selten, dass sich
da nichts findet, dann gibt es natürlich
noch die Frage, wozu willst du denn eigentlich
raus in die Natur?
Und auch da kommt oft dann die Antwort,
na, weil ich das im Internet gelesen habe,
dass das gut tut.
Und das ist dann der Zeitpunkt, wo ich
sage, okay, wir müssen jetzt wirklich raus zusammen,
weil dann müssen wir wirklich einfach mal, macht
das total Sinn, einfach mal zu gucken, okay,
wobei hilft denn die Natur jedem Einzelnen?
Und dadurch kriegt man im Prinzip dann auch
wieder so einen schönen Mehrklang einfach raus.
Nur so, wozu möchte denn eine Person eigentlich
so eine Naturroutine aufbauen?
Dann kann man gucken, wann ist der richtige
Zeitpunkt und schauen, okay, wie genau macht man
das?
Falls es jetzt hier so ein bisschen rauscht
im Hintergrund, so als kleiner Einschub, falls es
jetzt ein bisschen rauscht, das ist die Autobahn,
weil der Weg führt hier unter der Autobahnbrücke
durch.
Der Schnee dämpft das heute ganz gut, deshalb
mache ich einfach mal weiter.
Und das kann man eigentlich wunderbar lösen.
Und das ist halt auch einer der Punkte,
wo ich sage, da setze ich mit meinem
Jahresprogramm an, wo ich einfach sage, okay, das
sind alles Fragen, die man sich im Laufe
eines Jahres sehr, sehr gut beantworten kann.
Kann man auch schneller machen, aber das kann
man auch super entspannt im Laufe eines Jahres
machen und gleichzeitig für sich selber ausfinden.
Also ausfinden, wozu brauche ich eigentlich Natur?
Wozu würde ich eigentlich rausgehen?
Rausfinden, wie kann ich das draußen machen?
Es gibt ganz viele, ganz viele schöne Vorschläge
dazu.
Und dann kann man gucken, wann ist für
mich der richtige Zeitpunkt, was zu machen.
Das kann eben sein, dass man früher einen
Spaziergang macht.
Das kann sein, dass man ein Stück von
eines täglichen Weges, den man normalerweise mit dem
Bus oder mit dem Auto bewältigt, dass man
sagt, das ändere ich einfach, ich laufe lieber
ein Stück.
Das kann auch sein, dass man sagt, ich
schaffe es in der Woche wirklich nicht.
Aber ich mache mein Zimmer ein bisschen natürlicher,
ich stelle mir Zimmerpflanzen hin oder hänge mir
Naturbilder an die Wand.
Auch das ist alles wissenschaftlich nachgewiesen, schon hilfreich.
Und gehe dann einfach am Wochenende einen Tag
spazieren oder mache dann eine längere Wanderung, einen
längeren Spaziergang.
Suche mir vielleicht noch Gleichgesinnte, mit denen ich
gemeinsam so einen Spaziergang mache.
Auch das durchaus eine Möglichkeit für meinen Jahresprogramm,
dem Date mit der Natur.
Vielleicht einfach jemanden zu finden, mit dem man
mal rausgehen kann.
Zu sehen, hey, da gibt es Leute, denen
geht es einfach gleich.
Und das ultimative Ziel hinten raus, das ist
halt einfach für sich selbst, boah, ist das
Auto mal laut, sorry dafür.
Das ultimative Ziel hinten raus ist schlussendlich aber
einfach eine Routine für sich selber zu finden,
die zum eigenen Alltag passt.
Von daher, es wird mitnichten, wie Catalog John
sagen würde, ein so kriegst du deine, das
hier ist deine Naturroutine, die üben wir jetzt
ein.
Sondern es geht wirklich darum, das auszuprobieren.
Und das ist ja auch meine Erfahrung, wie
sich meine Naturroutine entwickelt hat.
Einfach durch kleine Krisen, kleine Triggermomente, die dafür
gesorgt haben, dass ich jetzt gerade dabei bin,
andere Menschen zu beraten und auf dem Weg
dahin zu begleiten, in die Natur rauszugehen.
Und ich selber war super viel in der
Natur draußen in den letzten fünf Jahren, so
lange ist es nämlich schon her, seit ich
damit angefangen habe, im Lockdown, für mich erkannt
habe, wie gut mir das tut.
Wie das meinen Kopf öffnet, wie mich das
beruhigt, wie mich das voranbringt.
Und ja, das könnt ihr auf jeden Fall
mit mir machen, in diesem Sinne, also heute
ist das hier ein ganz klarer Selbstwerbepost für
meine Arbeit.
Ich hoffe, ihr könnt euch davon was mitnehmen.
Ich hoffe, das ist für euch interessant, euch
das einfach mal anzuhören.
In dem Sinne wünsche ich euch eine gute
Zeit.
Ich gucke mal, ob ich gleich noch ein
bisschen Stille für euch bekomme, weil hier auf
der Seite ist die Autobahn doch ganz schön
laut.
Bis zum nächsten Mal, euer Hanjo.